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Was ist die OCD- Kampfansage?

Hören Sie sich an, was Liz zur OCD- Kampfansage zu sagen hat.

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Die OCD-Kampfansage ist ein interaktives Online-Verhaltensprogramm, das Menschen mit einer Zwangsstörung (Obsessive Compulsive Disorder, kurz OCD) helfen soll. Das Programm wurde von Psychologen erarbeitet, die federführend auf dem Gebiet der Verhaltenstherapie sind und sich auf OCD spezialisieren. Die OCD-Kampfansage besteht aus drei Modulen: Beurteilung, Bewusstseinsbildung und Intervention. Der Benutzer wird durch die einzelnen Module geführt und erlernt dabei Fähigkeiten und Strategien zur Bewältigung seiner OCD. Die OCD-Kampfansage nutzt die Prinzipien der Konfrontation und Reaktionsverhinderung (bevorzugte Behandlung für OCD), um Benutzer bei der aktiven Auseinandersetzung mit ihrer OCD zu unterstützen. Bei OCD-Kampfansage handelt es sich nicht um eine Therapie. Am „anderen Ende des Computers“ sitzt kein Therapeut, der Ihnen Anweisungen gibt. Stattdessen ist OCD-Kampfansage ein Programm, das Benutzern interessante und nützliche Interaktionsmöglichkeiten bietet und sie zu Verhaltensänderungen antreibt.

Biografien

OCD-Patientin

Elizabeth McIngvale

Elizabeth McIngvale ist die Gründerin der Peace of Mind Foundation, einer gemeinnützigen Organisation, die Spendengelder für die Behandlung, Forschung und Informationsbildung von OCD sammelt. Bei Elizabeth wurde im Alter von 12 Jahren eine Zwangsstörung diagnostiziert und die Ärzte waren letztendlich überzeugt, dass Elizabeths OCD zu stark ausgeprägt war, um noch behandelbar zu sein. Ihre Rituale waren: untergeordnete Tätigkeiten 42 Mal wiederholen, Besessenheit mit religiöser Symbolik, Reinlichkeitszwang, Farben- und Zählzwang, die Hände über 100 Mal pro Tag waschen. Die OCD bestimmte ihr ganzes Leben und sie war nicht mehr fähig, ihren Alltag weiterhin zu bewältigen. Nach der Diagnose kam Elizabeth in die Menninger Clinic in Topeka, Kansas, wo sie sich in die Betreuung und Behandlung von Dr. Bjorgvinsson begab. Nach einer dreimonatigen Behandlung konnte Elizabeth wieder in ihre Heimatstadt Houston, Texas, zurückkehren, am Schulunterricht teilnehmen und allmählich wieder zu sich finden. Doch der Kampf war noch nicht ausgestanden: Elizabeth hatte im Alter von 17 Jahren einen Rückfall und wurde wieder in die Menninger Clinic eingewiesen, um sich einer erneuten Behandlung zu unterziehen. Obwohl Elizabeth in ihrem Leben sehr große Hürden überwinden musste und noch immer jeden Tag gegen OCD kämpft, ist sie entschlossen, ungeachtet der OCD-Problematik ein möglichst normales Leben zu führen. Elizabeth hat an der Loyola University in Chicago einen Magister-Abschluss in Sozialarbeit erworben und möchte nun an der University of Houston promovieren. Nach all den Jahren, in denen sie allein und verloren war, ist Elisabeth klar geworden, wie wichtig es ist, beziehungsfähig zu sein und wie dringend Ärzte und psychologische Berater gebraucht werden, die ihre Patienten wirklich verstehen. Mit 18 Jahren wurde Elizabeth Wortführerin der Obsessive Compulsive Foundation, einer gemeinnützigen US-amerikanischen Organisation, die sich die Zwangsstörung zur Aufgabe gemacht hat. Elizabeth übernahm diese Funktion, da sie der Meinung war, mit ihrer Geschichte und ihrer engagierten Suche nach einer Heilung für OCD etwas bewirken zu können. Elizabeth hatte als nationale Wortführerin einige Auftritte in US-Fernsehsendungen, darunter die Dr. Phil Show, Good Morning America, Inside Edition, The View, The OCD Project und viele weitere lokale TV- und Radiosendungen. Dabei konnte sie über OCD informieren und darüber sprechen, wie diese Krankheit ihr Leben beeinflusst hat. Elizabeth hat ihren Blick jetzt fest auf die Zukunft gerichtet. Sie möchte ihr Leben der Aufgabe widmen anderen zu helfen, denn sie ist überzeugt, dass ihre persönlichen Erfahrungen ihr dabei gut zu Hilfe kommen werden. Sie denkt auch, dass sie das zu einer vergleichsweise „zugänglichen“ psychologischen Beraterin macht, da sie sich direkt in die Patienten hinein versetzen kann. Elizabeths Stiftung betreibt auch die Selbsthilfe-Website „ocdchallenge.com“ für Menschen mit OCD. Im Laufe der Jahre ist Elizabeth zu einer Ikone auf dem Gebiet OCD und mentaler Gesundheit geworden. Sowohl Patienten als auch Therapeuten sehen Elizabeth nicht nur als eine von ihnen, sondern auch als eine Person, die endlich aus der Isolation ins Rampenlicht getreten ist und dem Thema mentale Gesundheit und insbesondere OCD ein Gesicht verliehen hat - und das hat es bisher noch nicht oft gegeben.

OCD-Spezialist

Martin Franklin, Ph.D

Dr. Martin Franklin ist ein Lehrbeauftragter für klinische Psychologie in der Psychiatrie an der University of Pennsylvania und Leiter der Child and Adolescent OCD, Tic, Trich, and Anxiety Group (COTTAGe) der Abteilung für Psychiatrie. Dr. Franklin promovierte an der University of Rhode Island in klinischer Psychologie. Er hat seine berufliche Laufbahn der Forschung auf dem Gebiet der Angststörung und der körperorientierten repetitiven Verhaltensweisen (wie chronische Tic-Störungen und Trichotillomanie, TTM) bei Kindern und Erwachsenen gewidmet. Dreh- und Angelpunkt seiner klinischen und Forschungslaufbahn sind diese Störungen, wobei er sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung und Verbreitung wirksamer Therapien befasst. Zu Dr. Franklins Veröffentlichungen zählen theoretische, klinische und empirische Artikel und Abhandlungen sowie Behandlungshandbücher.

Derzeit ist Dr. Franklin leitender Prüfarzt von mehreren multizentrische Studien, die vom National Institute of Mental Health finanziert werden. Diese schließen eine Untersuchung zur Augmentation der kognitiven Verhaltenstherapie in Patienten, die teilweise auf Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer ansprechen, ein sowie eine Studie zur Wirksamkeit kognitiver Verhaltenstherapie bei sehr jungen Kindern mit OCD. Als leitender Prüfarzt dieser multizentrischen Studien ist Dr. Franklin ein maßgebliches Mitglied des Studienteams für Zwangserkrankungen bei Kindern (Pediatric OCD Study Team, POTS). Das POTS-Team hat durch diese bedeutsamen Forschungsprojekte einen Präzedenzfall für die Entwicklung neuer Praxisrichtlinien für die Behandlung von Zwangserkrankungen bei Jugendlichen geschaffen.

Dr. Franklin war maßgeblich an der Erstellung des Programmablaufs und des klinischen Entwurfs für das OCD Kampfansage-Programm beteiligt. Dr. Franklin hat seine jahrelange klinische und Forschungserfahrung in das erste webbasierte OCD-Programm, das auf den Behandlungsprinzipien der Konfrontation und Reaktionsverhinderung basiert, einfließen lassen. Er steht Benutzern bei der Durchführung des Programms zudem als klinischer Leiter zur Verfügung.

Melinda Stanley

Melinda Stanley, Ph.D. ist Professorin und Leiterin der Abteilung für Psychologie im Menninger Department of Psychiatry and Behavioral Sciences am Baylor College of Medicine. Sie ist auch Lehrstuhlinhaberin der McIngvale-Familienstiftung für die Erforschung von Zwangsstörungen und ist im Nebenamt Professorin an der medizinischen Fakultät. Dr. Stanley ist eine approbierte klinische Psychologin und führende Forscherin auf dem Gebiet psychischer Störungen am Houston Health Services Research and Development Center of Excellence, Michael E. DeBakey Veterans Affairs Medical Center, Houston, sowie Affiliate Investigator für das South Central Mental Illness Research, Education and Clinical Center (MIRECC). Dr. Stanley hat viele Artikel über die Erscheinungsform und Behandlung von OCD und Trichotillomanie veröffentlicht sowie über die Identifikation und Behandlung von Angststörungen und depressiven Störungen bei älteren Erwachsenen. Sie hat über 150 wissenschaftliche Veröffentlichungen vorzuweisen, darunter Artikel in Fachzeitschriften, Buchkapitel und Bücher.

Dr. Stanley war bei diesem Projekt beratend tätig und brachte ihr klinisches Fachwissen über die Behandlung von OCD ein. Sie spielte eine zentrale Rolle bei der Konzeption der Benutzerinteraktion und des Programminhalts.

Web-Entwicklungsteam

Dr. Suzanne Mouton-Odum

Dr. Suzanne Mouton-Odum ist seit 1995 eine privat niedergelassene klinische Psychologin. Ihr Spezialgebiet ist die Behandlung von Angststörungen, darunter insbesondere Zwangserkrankungen. Dr. Mouton-Odum ist President von eInnerAct, Ltd. und leistet seit 10 Jahren Pionierarbeit bei der Entwicklung interaktiver Selbsthilfeprogramme. Sie hat auch ganz wesentlich zur Entwicklung anderer Programme beigetragen, darunter: www.stoppulling.com, www.stoppicking.com und www.daretoquit.com.

Dr. Mouton-Odum ist seit 2001 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats für das Trichotillomania Learning Center (eine internationale gemeinnützige Organisation für Menschen mit Zwangsstörungen wie zwanghaftes Haare ausreißen oder zwanghaftes Zupfen an der Haut). Bei der Entwicklung von www.OCDChallenge.org half Dr. Mouton-Odum mit der „Übertragung“ der komplizierten OCD-Behandlung in eine übersichtliche Selbsthilfe-Schnittstelle, die mit oder ohne die Hilfe eines Therapeuten genutzt werden kann.

Dr. Robin Reamer

Robin Reamer, Ph.D. ist President und Mitbegründerin von PsycTech, Ltd. und stellvertretende Geschäftsführerin und Mitbegründerin von eInnerAct, Ltd. Beide Firmen entwickeln und vermarkten interaktive, internetbasierte soziale und Verhaltens-Selbsthilfeprogramme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Dr. Reamers innovativer Ansatz bei der Adaption forschungsbasierter Interventionen an Online-Formate bringt Menschen auf der ganzen Welt lösungs- und wellnessoorientierte Programme. Sie hat zur Entwicklung folgender Programme beigetragen: StopPulling.com, StopPicking.com, DareToQuit.com und OCDChallenge.com. PsycTech, Ltd. und eInnerAct, Ltd. wollen auch weiterhin internetbasierte Selbsthilfeprogramme entwickeln und damit eine Zielgruppe ansprechen, die nicht auf professionelle Hilfe zugreifen kann, und diese Menschen bei der Entwicklung gesunder Fertigkeiten zu unterstützen, die sie ein Leben lang nutzen können. Dr. Reamer ist eine approbierte Psychologin, die in Houston, Texas, niedergelassen ist.

Forschungsteam

Dr. Patrick S. Bordnick

Dr. Patrick S. Bordnick ist Professor an der University of Houston-Graduate College of Social Work. Dr. Bordnick hat eine mehr als 17-jährige Erfahrung in der klinischen und labortechnischen Forschung zu Kokain-, Marihuana-, Alkohol-, Amphetamin- und Nikotinabhängigkeit. Zu seinen Interessengebieten bei der Forschung zählen klinische Medikamentstudien, die Entwicklung von Behandlungen, Laborstudien an Menschen, virtuelle Realität (VR) und neuartige Datenerhebung/-techniken. Dr. Bordnick hat Forschungsstipendien der National Institutes of Health (NIH) für Studien über die Sucht nach Nikotin und Alkohol und für die Entwicklung von VR-Therapien gegen Alkoholsucht erhalten. Dr. Bordnick ist zudem Co-Forscher bei vielen NIH-finanzierten Projekten und arbeitet an vielen staatlich und privat finanzierten Projekten zur Drogensucht und Reaktivität. Dr. Bordnick erhielt 2004 vom Canada Chair in Cyber Psychology eine internationale Auszeichnung für herausragende wissenschaftliche Verdienste um die VR-Drogenmissbrauchsforschung.

Dr. Bordnicks hat eine Vision der Welt, in der Menschen nahtlos mit der Technik interagieren, um Lehren, Forschung und Therapie zu verbessern und den Aufbau von Wissen zu unterstützen. Der Einsatz von Technik zur Lösung von Problemen in der realen Welt ist das Markenzeichen von Dr. Bordnicks Arbeit. Zu seinen aktuellen Projekten zählen: VR-Systeme für die Beurteilung der Auslöser von Drogenkonsum und der Sucht nach Drogen, VR-Behandlungssoftware für Nikotinabhängigkeit, VR-Programme zur Untersuchung von Drogenkonsum-Zusammenhängen, webbasierte Selbsthilfeprogramme für OCD und ein Programm, das Veteranen bei der Suche nach Ressourcen unterstützt, sowie das Testen klinischer Lehrprogramme basierend auf Plattformen künstlicher Intelligenz. Dr. Bordnick ist einer der führenden Experten auf dem Gebiet der VR-Reizreaktivität.